bist du sicher
im internet?

Die meisten Leute die dir schreiben wollen einfach reden oder zocken. Ein paar nicht. Und die erkennt man wenn man weiss worauf man schaut.

Eine Aufklaerungsseite der c47 Community. Kein Ersatz fuer ein Gespraech mit einem Menschen dem du vertraust.
für dich

Erkennst du es

Jede der folgenden Nachrichten könnte echt sein. Manche sind völlig normal. Manche sind der Anfang von etwas anderem. Tipp bei jeder auf normal oder Warnsignal.
für Eltern

Wie es anfängt

Onlinemanipulation und Grooming laufen fast immer nach demselben Muster. Jede Stufe wirkt für sich harmlos. Genau das macht sie schwer erkennbar.

Der Kipppunkt liegt bei Stufe 4. Die ersten 3 Stufen wirken intensiv sind aber noch harmlos. So fühlt sich jede neue Freundschaft an. Ernst wird es sobald Geheimnisse und Isolation dazukommen.

Bei Stufe 6 ist es Abhängigkeit. Ab dort kommen Eltern meist nicht mehr allein raus. Das ist kein Scheitern sondern der Moment für Hilfe von aussen.

Warnzeichen

  • Panik oder Wut wenn das Gerät weg ist. Nicht nur Genervtsein.
  • Nachts heimlich online.
  • Bildschirm wird weggedreht sobald jemand reinkommt.
  • Geschenke oder Spielguthaben von jemandem den du nicht kennst.
  • Rückzug von echten Freunden und alten Hobbys.
  • Wechsel von der offenen Plattform auf einen privaten Messenger.

Was hilft

  • Kein Verbot als erster Schritt. Das schiebt den Kontakt in den Untergrund und bestätigt genau die Erzählung der anderen Person.
  • Verlässliche Reaktion. Sag klar dass es nie Ärger gibt wenn es dir etwas erzählt. Und halte das auch wenn es weh tut.
  • Die richtige Art Zeit. Echtes Interesse an der Welt des Kindes ohne Bewertung. Menge im Alltag zählt mehr als ein Wochenendausflug.
  • Das Muster sichtbar machen statt die Person angreifen. Nicht der manipuliert dich. Sondern was passiert eigentlich wenn du mal 2 Tage nicht antwortest.

Was schadet

  • Heimlich mitlesen. Wenn das Kind es merkt bekommt die andere Person recht.
  • Bei einem Verdacht sofort alles löschen. Das vernichtet mögliche Beweise.
  • Zeit vor dem Bildschirm mit echter Nähe verwechseln. Gemeinsam zocken ersetzt kein Gespräch.

Bei konkretem Verdacht

  • Nichts löschen. Nicht den Chat nicht die App nicht das Konto.
  • Beweise sichern. Screenshots vom Verlauf vom Profil und vom Nutzernamen. Immer mit sichtbarem Datum.
  • Prüfen ob nach Fotos einem Treffen oder der Adresse gefragt wurde. Jeder dieser Punkte erhöht den Ernst deutlich.
  • Ruhig mit dem Kind reden. Kein Verhör. Erst danach den Kontakt beenden.

Sofort zur Polizei

Wenn nach Nacktbildern gefragt wurde. Wenn sexuelle Inhalte im Spiel sind. Wenn ein Treffen angebahnt wurde. Nicht zögern und nicht selbst ermitteln.

Melden über cybercrimepolice.ch oder direkt bei deiner Kantonspolizei.

Für dein Kind. 147 von Pro Juventute unter 147.ch. Kostenlos und rund um die Uhr. Dieselbe Stelle berät auch dich als Elternteil.

Diese Seite ersetzt keine Beratung. Bei einem akuten Fall wende dich an 147 oder die Polizei.
bilder und erpressung

Schick nie welche

Auch nicht an jemanden dem du vertraust. Auch nicht wenn es verschwindet. Ein Screenshot geht immer.

Ein Bild ist weg sobald es weg ist. Danach entscheidest nicht mehr du wer es sieht. Nicht heute nicht in einem Jahr und nicht in 10. Das ist der ganze Punkt.

Die Sätze mit denen es versucht wird

  • ich hab dir doch auch eins geschickt. Gegenseitigkeit als Druckmittel. Sein Bild war oft nicht mal echt.
  • machen doch alle. Stimmt nicht. Und selbst wenn wäre es kein Grund.
  • wenn du mich magst dann. Zuneigung an eine Bedingung knüpfen ist keine Zuneigung.
  • nur dieses eine mal. Es ist nie eines.

Der Druck selbst ist das Warnsignal. Wer dich wirklich mag nimmt ein Nein beim ersten Mal an und fragt nicht nochmal.

Wenn schon was passiert ist

Du bist nicht schuld. Erpressung ist eine Straftat. Die Person die dich unter Druck setzt hat das Problem. Nicht du.

Die Angst vor Ärger ist genau der Hebel auf den sie baut. Deshalb funktioniert es nur solange du schweigst.

Jetzt gerade

147 anrufen oder 147.ch. Kostenlos rund um die Uhr. Auch anonym.

Melden über cybercrimepolice.ch oder bei deiner Kantonspolizei.

Und sag es einem Erwachsenen den du kennst. Das ist der Schritt der es beendet.

Diese Seite ersetzt keine Beratung. Bei einem akuten Fall wende dich an 147 oder die Polizei.